Der Imagefilm an sich ist nicht wirklich neu. Seine Spuren reichen weit in die Vergangenheit, genauer gesagt bis zum sogenannten Industrie- bzw. Wirtschaftsfilm. Als Wirtschaftsfilme wurden dabei alldiejenigen Filmproduktionen bezeichnet, die hauptsächlich den wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Zielen und Absichten eines Unternehmens dienten. Im Gegensatz zum klassischen Spielfilm waren sie nicht auf Unterhaltung getrimmt. Und auch wenn sie durchaus erzählerische Elemente verwendeten, so stand dabei das eigene wirtschaftliche Interesse immer im Vordergrund. Zudem waren sie deutlich kürzer als gewöhnliche Filme. Doch weil sich ursprünglich nur große Industrieunternehmen die Produktion eines Wirtschaftsfilms leisten konnten, bezeichnete man letztere ehedem als Industriefilme. Des Weiteren beinhalteten Industrie- und Wirtschaftsfilme durchaus auch werbende Elemente. So etwa, wenn nicht das Unternehmen als Ganzes, sondern vielmehr die Vermarktung eines bestimmten Produkts oder einer bestimmten Dienstleistung im Vordergrund stand. Auch der Imagefilm kann werbende Elemente beinhalten. Allerdings ist er dabei klar von einem Werbefilm abzugrenzen.

Was ist der Sinn eines Imagefilms und welche Vorteile bringt er mit sich?

Imagefilm anfertigen lassen

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Das Hauptziel eines Imagefilms ist es, sozusagen Nähe zwischen dem Kunden, dem Produkt und dem Unternehmen herzustellen. Der Kunde soll einen Einblick in das Unternehmen erhalten und sich dadurch stärker mit diesem und seinen Produkten oder Dienstleistungen identifizieren. Es handelt sich dabei aber eben nicht um Werbefilme im engeren Sinne. Ein Imagefilm soll in erster Linie bestehende Kunden und Geschäftspartner stärker an ein Unternehmen binden, ihr Vertrauen in ein Unternehmen vergrößern. Er kann aber auch dazu beitragen, eine neue Marke oder eben ein neues Image erst aufzubauen. Entscheidend ist, dass es dabei stets um das „Gesicht“ eines Unternehmens, einer Marke oder allgemein: einer Organisation geht, das gewahrt oder aber „geändert“ werden soll. Wie erwähnt ist dabei vor allem das Vertrauen bzw. die Vertrauensbildung essentiell. Durch intime Einsichten und Einblicke in Produktionsabläufe und interne Unternehmenspraktiken soll sich der Kunde gleichsam auf der sicheren Seite, ja schon beinahe als Eingeweihter fühlen. Im Gegensatz zu rein informativ gestalteten Filmen darf ein Imagefilm darüber hinaus auch ruhig etwas unterhaltsam sein. Dies kann das Interesse von Kunden an Produkten oder Leistungen nachhaltig erhöhen und eine emotionale Bindung schaffen. Außerdem wird ein unterhaltsamer Imagefilm in den sozialen Netzwerken eher geteilt, als ein sachlich-trockener. So kann es auch sein, dass ein professionell, informativ und unterhaltsam gestalteter Imagefilm durchaus neue Kunden zu gewinnen hilft bzw. für Nichtkunden ebenfalls interessant ist. Allerdings ändert dies nichts an der Tatsache, dass es vordergründig immer noch darum geht, die emotionale Bindung des bestehenden Kundenstamms zu erhöhen. Soll dagegen eher die Erschließung neuer Zielgruppen oder die Bewerbung konkreter Leistungen oder Objekte im Fokus stehen, kann die Produktion eines Erklärvideos oder eines Messefilms weitaus sinnvoller sein.