Geschmäcker sind bekanntlich verschiedenen; doch auch Ziele und Absichten sind stets eine subjektive Angelegenheit. Beim Erklärvideo kommt beides zusammen: Der Stil bestimmt sich aus der jeweiligen Absicht und dem jeweiligen Geschmack des Produzenten bzw. Auftraggebers. Es gibt unterschiedliche Varianten von Erklärvideos, die alle etwas für, zugleich aber auch etwas gegen sich haben. Es kommt eben darauf an, welche Ziele man verfolgt und welche Vorlieben man hat. Im Folgenden stellen wir Ihnen vier klassische Stile von Erklärvideos vor.

1. Die Art & Scribble Technik

Bei dieser Variante treffen, salopp formuliert, zwei Welten aufeinander: Die Realität und die Virtualität. Das heißt konkret, dass hier auch echte Schauspieler bzw. Darsteller zum Einsatz kommen können und dass das Ganze dennoch mit grafischen Zeichnungen und Ausgestaltungen kombiniert wird. Art & Scribble bringt Mensch und Kunst zusammen. Während gezeichnete Elemente etwas veranschaulichen, kann eine eingeblendete Person einen Sachverhalt mündlich erläutern.

2. Das Flat-Design

Eine weitere klassische Technik stellt das Flat-Design dar. Dabei wird – wie auch aus dem Namen schon deutlich hervorgeht – vor allem mit 2D-Illustrationen verfahren. Die Devise ist hierbei eine ganz einfache: Übersicht. Sachverhalte sollen übersichtlich und möglichst simpel dargestellt werden, um in kürzester Zeit dem Rezipienten zugänglich zu sein. Dadurch lassen sich Botschaften leicht und wirkungsvoll verbreiten. Die Botschaften stehen hier im Zentrum. Indes können bei der Flat-Technik auch verschiedene Zeichenstile zum Einsatz kommen. So lassen sich Dinge etwa realitätsnah oder eher comicartig darstellen.

verschiedene Stile für Erklärvideos

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3. Das Whiteboard

Die Whiteboard-Technik bietet vielfältige Möglichkeiten der Gestaltung eines Erklärvideos. Damit lässt sich so gut wie jede Idee irgendwie implementieren bzw. realisieren. Das Konzept sieht hier wie folgt aus: Zunächst hat man einen weißen Hinter- bzw. Untergrund. Darauf wird dann mit einer Hand Verschiedentliches gezeichnet. Oftmals werden Figuren und Objekte bereits vorgezeichnet und schließlich in das Video aufgenommen. Am Ende lässt sich das Ganze mittels Animationen und Farbeffekten zum Leben erwecken.

4. Der Klassiker: Die Legetechnik

Unbestreitbarer Klassiker bei der Erklärvideo Produktion ist natürlich die altbewährte Legetechnik. Und sie ist nicht nur altbewährt und klassisch, was ein wenig abwertend anmuten könnte, sondern vielmehr äußerst beliebt. Zentral bei diesem Verfahren ist Folgendes: Zuerst werden Objekte und Figuren gezeichnet und ausgeschnitten. Selbstverständlich muss vorher bereits im Drehbuch festgelegt worden sein, welche Objekte und Figuren überhaupt gebraucht werden und wie sie anzuordnen sind. Anschließend werden sie von einer Person auf einen hellen Hintergrund sukzessive aufgelegt, sodass eine Geschichte entsteht. Das Ganze wird mit einer speziellen Kameratechnik aufgezeichnet. Am Ende lässt sich das Video noch mit einem Sprecher vertonen. Auch Musik und andere Geräusche können unterlegt werden. Diese Technik ist so einfach, wie sie effektiv ist: Mit geringem Einsatz lassen sich prägnante Botschaften kommunizieren, Emotionen wecken und letztlich Kaufentscheidungen positiv beeinflussen.