Viele denken, dass es bei einem Video weitestgehend um visuelle Aspekte geht. Dies ist zwar nicht ganz falsch, ganz richtig jedoch auch nicht. Denn der Rezipient wird vor allem über den Sprecher des einem Video zugrunde liegenden Textes adressiert. Somit kommt diesem eine sehr wichtige Rolle zu. Schließlich soll ein Erklärvideo ja nicht nur informieren und erklären, sondern auch, und sogar in einem weitaus stärkeren Maße, überzeugen sowie Gefühle und Bedürfnisse evozieren. Hier ist es somit entscheidend, einen Sprecher oder eine Sprecherin zu engagieren, die dazu auch in der Lage ist. Auch wenn dies in dem einen oder anderen Fall etwas kostspieliger ausfallen mag: Die Investition lohnt sich mit Sicherheit.

Den Sprecher wählen: Amateur oder Profi?

Sprechen

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Natürlich mag es Amateure geben, die den Sprecherjob hervorragend machen können, weil sie besonders talentiert sind. Allerdings sind sie in der Realität eher die Ausnahme, als die Regel. Mit der Sprecherstimme bei einem Erklärvideo ist es ein Stück weit so, wie mit der Gesangsstimme in musikalischen Kontexten: Spätestens im Studio – also dann, wenn alles absolut perfekt sein soll – zeigen sich die Unterschiede zwischen Profis und Amateuren. Nicht nur sind Profis schneller, was die Aufnahme angeht. Sie können auch eine viel breitere Palette an Emotionen und Stimmungen bedienen. Während Amateure im Schnitt zwischen drei bis fünf verschiedene Ausdrucksstufen darstellen können, können es bei Profis bis zu 20 Stufen sein. Hinsichtlich des Erfolgs eines Erklärvideos trennt sich also hier die Spreu vom Weizen. Selbstverständlich gibt es kein Patentrezept, das irgendwie besagt, wie man den perfekten Sprecher findet. Doch im Zweifelsfalle ist es immer angebracht, auf einen Profi zu setzen. Dieser mag dann zwar mehr vom Budget verschlingen, allerdings ist er auch schneller in der Produktion und eben einfach qualitativ deutlich hochkarätiger als es ein Amateur jemals sein kann.

Emotionen werden bei Erklärvideos häufig unterschätzt

Nun kann man einwenden, dass es bei einem Erklärvideo doch nicht darauf ankommt, wie viele Ausdrucksstufen man mit seiner Stimme darstellen kann, sondern darum, Inhalte zu vermitteln. Man könnte einwenden, dass es eher auf den Text und die grafische Gestaltung ankommt. Ja, darauf kommt es tatsächlich an, aber eben nicht ausschließlich.
Dass die Sprecherstimme und ihr Ausdrucksvermögen entscheidend sein können, wenn es darum geht, Kunden zu überzeugen, hat die klassische Werbeindustrie schon längst erkannt. Nicht umsonst setzt sie bekannte Sprecherinnen und Sprecher ein, die ihre Stimme beispielsweise regelmäßig bestimmten Hollywood-Schauspielern leihen oder etwa viele Dokumentarfilme vertonen. Die Stimme ist nicht egal, sondern zentral. Somit kann es durchaus lohnenswert sein, bekannte Sprecher einzustellen. Zwar muss man dann, wie gesagt, ein wenig mehr Geld in die Hand nehmen, bekommt im Gegenzug aber auch ein maximalst effektives Erklärvideo. Die Zuschauer werden die bekannte Stimme schnell erkennen und ein Aha-Erlebnis haben. Dadurch kann ihr Interesse an einem bestimmten Produkt oder an einer bestimmten Dienstleistung steigen. Zudem erhöht eine bekannte Sprecherstimmte die Vertrauenswürdigkeit eines Unternehmens bzw. einer Organisation.

Mikrofon

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Aber auch ganz allgemein ist die mit der jeweiligen Sprecherstimme transportierte Emotionalität sehr wichtig. Hierdurch wird dem begleitenden Text und dargestellten Figuren erst Leben eingehaucht. Sie werden zum Leben erweckt, da sie eine natürliche, fühlende und Gefühle vermittelnde Stimme erhalten. Bei der Wahl eines Sprechers muss man also auch immer die jeweilige Zielgruppe berücksichtigen, um eben die „richtigen“ Emotionen zu vermitteln und nicht zu trocken, aber auch nicht zu ausfallend zu sein.