Die Methode des Video Marketings gewinnt immer mehr an Bedeutung. Zu offensichtlich sind ihre Vorteile wohl nun geworden. Obschon lange Zeit gleichsam unentdeckt und unterschätzt, wird ihre Besonderheit, in sehr kurzer Zeit, die wesentliche Information rüber zu bringen, immer mehr Marketingfachleuten und Führungskräften bewusst. Wir haben die zentralen Ziele, Vorteile und Verwendungskontexte dieser Strategie zusammengestellt.

Die Ziele im Video Marketing

Das übergreifende Ziel im Video Marketing unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von den Zielen anderer Marketingmethoden. Es geht natürlich um die Erregung von Aufmerksamkeit und ihre Kanalisierung in eine bestimmte, gewünschte Richtung. So kann ein Unternehmen beispielsweise sein Image aufpolieren, ein Produkt oder eine Dienstleistung bewerben bzw. erklären. Auch lassen sich theoretische Konzepte oder Modelle damit besser verdeutlichen. Von der sachlichen Ebene, auf der lediglich die Funktionalität eines Objektes dargestellt oder die Komplexität eines theoretischen Sachverhalts reduziert wird, reicht das Einsatzgebiet des Video Marketings bis hin zur (entscheidenderen) emotionalen Ebene, auf der Gefühle transportiert werden, um Kaufentscheidungen positiv zu beeinflussen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass am Ende vieler Online Videos auch eine explizite Kaufaufforderung steht. Dagegen hat das Video Marketing aber auch eine ganz spezifische Zielsetzung: Es geht insbesondere darum, in kürzester Zeit, maximale Verständlichkeit und Überzeugungskraft zu entfalten. Es geht darum, eine Unternehmensphilosophie, ein Produkt, eine Leistung oder einen theoretischen Sachverhalt einfacher, besser und schneller darzustellen, als dies mit reinen Texten jemals möglich wäre. Dazu macht sich das Video Marketing typische Verhaltensmuster der heutigen Internetuser zu Nutze, die anstatt zeit- und denkintensive Textarbeit zu betreiben, lieber Videos rezipieren. Dabei entscheiden sie allerdings schon in den ersten 10 Sekunden, ob sie weiter schauen möchten oder nicht, ob sie ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Thema interessiert oder nicht. Hieraus resultiert also der spezifische Anspruch des Video Marketings, die wichtigsten Informationen in kürzester Zeit darstellen zu wollen.

Video Marketing kann in unterschiedlichen Formaten und Kontexten Verwendung finden. So gibt es etwa Werbe-, Image-, Messe– und Erklärvideos. Diese können auf Websites, Videoplattformen oder eben Messen oder Präsentationen eingesetzt werden. Schauen wir uns das einmal genauer an.

Die verschiedenen Verwendungskontexte für ein Erklärvideo bzw. einen Online Film

Umfangreiche Einsatzmöglichkeiten für Videos

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Der wohl beliebteste und logischste Einsatzkontext von Erklärvideos ist die eigene Website. Hier können beispielsweise Imagefilme als Teil der Unternehmensbeschreibung in Texte auf der Startseite integriert werden. So können sich potenzielle Kunden oder mögliche Geschäftspartner schnell und einfach über ein Unternehmen informieren, das Wesentliche darüber erfahren und eine rasche Entscheidung treffen. Demgegenüber werden Produkt- und Werbevideos eher in Onlineshops implementiert, um Produkte und Dienstleistungen besser vermarkten zu können. In jedem Fall ist es letztlich individuell bestimmt, ob ein Video alleine aufgeführt oder aber in einen Text gewissermaßen „on top“ integriert wird.

Des Weiteren ist es wichtig zu sehen, dass moderne Unternehmen über unterschiedliche Kanäle kommunizieren. Neben der klassischen Newsletter-E-Mail-Variante sind sie heutzutage auch in vielen sozialen Netzwerken vertreten und haben teilweise auch ihre eigenen Kanäle auf etwaigen Videoplattformen wie YouTube oder Vimeo. Diese Praktiken ermöglichen eine sehr große Reichweitenerhöhung der jeweiligen Videos. Sie können sehr einfach und schnell geteilt und somit verbreitet werden. Außerdem lässt sich mithilfe einschlägiger Software das Verhalten der User, die sich bestimmte Videos anschauen, genauestens analysieren. Wer guckt was, wann und wie lange? Auf der Basis der hieraus gewonnen Daten lassen sich dann Rückschlüsse über die Qualität und den Erfolg der einzelnen Videos im Speziellen sowie des Video Marketings im Allgemeinen ziehen. Dadurch lassen sich zukünftige Videoproduktionen optimieren und zielgerichteter gestalten. Schließlich sei angemerkt, dass die Verbreitungsgeschwindigkeit und Beliebtheit eines Videos selbstverständlich eine hervorragende Videoqualität und –idee zur unabdingbaren Voraussetzung haben. Videos minderwertiger Qualität erzielen kaum messbare Effekte, und wenn sie dies doch tun, dann sind die erzielten Effekte zumeist eher negativer Natur.

Zuletzt kann man Videos, wie bereits angerissen, auch auf Messen verwenden. Die schnelle und simple Information des Kunden oder Geschäftspartners ist auch hier zentral. Im Kontext von Messen kommt ferner hinzu, dass hier Videos für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen. Inmitten großer Besucherströme und hoher Konkurrenz kann man mit einem guten Produkt- oder Imagefilm gleichsam aus der Masse hervorstechen. Auch Präsentationen im Rahmen diverser Foren und Diskussionsveranstaltungen können auf Messen mit dem Einsatz von Videos gewinnbringend untermalt werden. Man fällt auf, sticht heraus und bleibt der jeweiligen Zielgruppe besser und länger in Erinnerung. Womöglich ist dann gar ein Journalist bzw. Berichterstatter auch eher dazu geneigt, einen positiven Bericht zu verfassen.